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Ehemaliges Pfarrhaus

Familie Hasdenteufel, Oberstrasse 1

Das Erbauungsdatum des ehemaligen Pfarrhauses von Hatzenport ist nicht bekannt. Es fiel 1741 dem großen Feuer zum Opfer, das von 59 Häusern nur noch 9 übrig ließ. Das Pfarrhaus wurde in den nachfolgenden Jahren wieder aufgebaut. Es existiert sogar noch eine Aufstellung der Baukosten. Aus einem Abteilungsprotokoll geht hervor, dass 1828 und 1870 der jeweilige Pfarrer noch mit dem Zustand des Pfarrhauses zufrieden war. Erst 1910/11 setzte sich der damalige Pastor für einen Neubau (heute Oberstr. 50, neben der St. Rochuskirche) ein. Das alte Pfarrhaus wurde 1911 nebst Gärten, Kelterhaus, Holzschuppen und Stallgebäude für 11.500, Mark an den Weinhändler Theo Krudewig veräußert. (Taxe und Gutachten über den baulichen Zustand liegen noch in Kopie vor). 1929 erwarb Josef Hasdenteufel das Anwesen, 1934 erfolgte der Frontaufbau, veranschlagte Kosten 755, RM, 1994 die Unterschutzstellung und Beginn der Restaurierung unter denkmalpflegerischen Gesichtspunkten. (Der gesamte Putz, der im lg. Jhdt aufgebracht wurde, war abzuschlagen; Das Fachwerk sollte als Sichtfachwerk bestehen bleiben; Balken waren zu erneuern, Abstützung der Traufseite mit Winden, Gefache neu ausgemauert und verputzt; die Fenster im Erdgeschoß wurden erneuert; Neuanstrich der Hausfläche mit Silikatfarbe, der Balken mit Acyllfarbe. 30 Fensterläden wurden repariert und gestrichen.

Besonderheit: Außenbereich Westseite:
Reste einer figürlichen Bemalung und Architekturabsetzung. Es handelt sich um einen außerordentlichen Befund aus dem 16. oder 17. Jahrhundert.

Besonderheit: Innenbereich:
Weitgehende Erhaltung der barocken geschnitzten Türen mit Bekleidung, zweiläufige Holztreppe mit geschnitzten Pfosten und Brettbalustern, zweiflügelige Fenster aus dem l9. Jahrhundert (Badezimmer und oberer Flur)

Bild unterer Flur:
Figürliche Bemalung auf Holzfensterladen oder Tür! Rückseite des Ladens mit heraldischen Mustern versehen (Farben des Hausherrn), evtl. aus dem 17. Jahrhundert. Daher stammt auch die Annahme, dass das Haus zunächst einen Herrenhaus/Adelsitz und dann erst ein Pfarrhaus war, ab 1600 Pfarrei.

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