Hatzenport kennenlernen

Willkommen in Hatzenport – wir begrüßen Sie herzlich!

Hatzenport ist ein kleiner liebenswerter Weinort, am unteren Lauf der Mosel gelegen zwischen Koblenz und Cochem, im Herzen der sogenannten Terrassenmosel – am Flusskilometer 28.

Der Sonne zugewandt zieht sich Hatzenport zwischen den vorwiegend mit Riesling Weinreben bepflanzten steilen Weinbergen und der Mosel hin. Durch Wein und Wetter erlangt Hatzenport eine besondere Bedeutung innerhalb der Mosellandschaft. Insbesondere aufgrund der Lage in einem Außenbogen der Mosel, der Ausrichtung der Weinberge sowie den speziellen Windverhältnissen entsteht hier ein sehr günstiges Kleinklima für den Weinbau.
Hatzenport ist ein idealer Ausgangspunkt für zahlreiche Ausflüge und Touren in die Umgebung, Wanderungen und Fahrradtouren gleichermaßen, an der Mosel, im Hunsrück und in der Eifel. Burgen, Schlösser. Herrliche Wanderwege und Wanderpfade eröffnen phantastische Panoramablicke in die einzigartige Kulturlandschaft mit ihren terrassierten Weinbergen, der sog. Terrassenmosel.
Vielfältige Möglichkeiten der kulturellen, sportlichen und sonstigen Freizeitgestaltung sind im Ort oder der näheren Umgebung gegeben. Ob Tennis oder Paragliding, Schwimmen oder Rudern, Weinfeste oder klassischen Konzerte, geführte Wanderungen durch die steilen Hänge oder Fahrten mit der Monorackbahn, Planwagenfahrten oder Picknick im Weinberg – hier kommt keine Langeweile auf.
Hatzenporter Wein genießt einen sehr guten Ruf, und Weinliebhaber schätzen die fruchtigen Rieslingweine aus erstklassigen Lagen. Urige Straußwirtschaften und Gaststätten mit regionaler Küche, Weinproben beim Winzer, geführte Wanderungen durch die Weinberge lassen Sie Land und Leute kennen- und liebenlernen.
Ein kleines Moseldorf also, in dem es sich – nicht zuletzt durch das Miteinander seiner Bewohner und seiner Gäste – zu leben lohnt.
Wir freuen uns über einen aktiven Austausch mit Dorfbewohnern und Gästen gleichermaßen.

 

Geschichtliches

Die Deutung des Ortsnamens „Hatzenport“ ist nicht sicher möglich. Es gibt Varianten, wenn die beiden Bestandteile „Hatzen“ und „Port“ gesondert betrachtet werden.
Im deutschen Sprachraum wird „Port“ ausschließlich dafür verwendet, einen Flußübergang zu bezeichnen, also auch eine Furt, einen Engpass, eine Fährstelle. Die Bedeutung aus dem lat. Porta = Tor, Tür ist für den deutschen Sprachraum eher unwahrscheinlich.
Für den Namensteil „Hatzen“ bestehen zwei Theorien:
Aus dem Germanischen „Hadu“= Kampf ist ein Personenname Hatto oder Hatzo abgeleitet, dann wäre Hatzenport die „Furt des Hatto“.
Oder „Hatzen“ wird in Beziehung zu dem Namen der Chatten (später Hassi, Hessi, Hessen) gesetzt, was durch siedlungsgeschichtliche Merkmale gestützt werden kann. Dann wäre Hatzenport die „Furt der Chatten“.
Die erste bekannte urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1135. Die Urkunde, die sich im Kölner Stadtarchiv befindet, beinhaltet, dass eine Äbtissin des Ursulinenklosters zu Köln Güter zu Hattenporcia (Hatzenport) zurückerwarb.
Viele Dokumente aus dem 13. und 14. Jahrhundert bezeugen Angaben über den Ort Hatzenport und verschiedene Lehen wie Weinberge, Weingüter, Mühlen oder die „Fahr über den Strom zu Hatzenporz“ (Fähre) und die damaligen Lehrsherren, meist Klöster oder Stifte, aber auch Freiherren oder Grafen.
Die Vogtei oder auch Grafschaft zu Hatzenport wurde 1360 vergeben. Dieses Lehen gelangte über verschiedene Stationen schließlich an die Freiherren vom Stein zu Nassau, die sie bis zum Ende der Grundgerichtsbarkeit behielten. Die Freiherren vom Stein unterhielten eine eigene Gerichtsbarkeit, die aus einem Untervogt und sieben Schöffen (Hatzenporter Bürger) bestand. Dieses Schöffengericht war ab 1594 für alle bürgerlichen Personal- und Realstreitigkeiten der Gemarkung Hatzenport zuständig.
In einem Schriftstück wird ein Weinhof erwähnt, der den Grafen von Virneburg gehörte, bis er im 16. Jahrhundert an Anton von Eltz gelangte. Die Eltzer Grafen waren bis 1805 Lehensherr dieses Hofes.
Ab 1794 begann die Napoleonische Besatzungszeit. Hatzenport gehörte zum Departement Koblenz und hatte seine Mairie in Gondorf. Nach 1815 wurde Hatzenport im Amt Münstermaifeld Teil der Preußischen Rheinprovinz.
Mit der Verwaltungsreform 1970 wurde die Verbandsgemeinde Untermosel mit Sitz in Kobern-Gondorf die zuständige Verwaltungseinheit. Seit 2014 ist es die Verbandsgemeinde Rhein-Mosel mit Sitz in Kobern-Gondorf.

Besonderheiten

Die Wahrzeichen Hatzenports, die man sehr gut vom Plateau der Rabenlay sehen kann, sind zum einen die beiden Kirchen. Einmal die neugotische St. Rochus-Kirche in der Mitte des Ortes, die 1869/70 erbaut wurde, und die spätgotische St. Johannes-Kirche, die im 13. Jahrhundert errichtet wurde.
Zum anderen sind die Burg Bischofstein und der Fährturm die markantesten Wahrzeichen Hatzenports. Die Burg Bischofstein liegt am äußersten Ende Hatzenports Richtung Moselkern und gehört nicht zur Gemarkung Hatzenport. Aufgrund ihrer Lage und der Einbindung in den Traumpfad „Hatzenporter Laysteig“ und die unterhalb gelegenen Häuser, die wiederum zu Hatzenport gehören, kann man sie ein wenig zu Hatzenport zählen. Die Burg wurde im 13. Jahrhundert erbaut und dient heute als Landschulheim einer Schule aus Krefeld. Inzwischen kann sie auch als Unterkunft gebucht werden. Näheres siehe unter Sehenswertes.
Der Fährturm wurde im 19. Jahrhundert erbaut, um den Betrieb einer an einem Drahtseil hängenden Fähre über die Mosel zu ermöglichen. Die Fähre stellte eine wichtige Verbindung zwischen den Dörfern des Maifeldes und der Eifel und den Ortschaften jenseits der Mosel im Hunsrück und im Mittelrheintal dar.
Mit dem Bau der Brücke unterhalb von Löf verlor die Fähre ihre Bedeutung.